TEURE FALLEN FÜR GAS- UND ÖL-HEIZUNGEN:

WAS DANK LOBBY-POLITIK WIRKLICH HINTER DEM NEUEN HEIZUNGS-GESETZ STECKT

19. Oktober 2023 // Adrian Manger // Berlin

Steigende Heizkosten durch neues Heizungsgesetz


Am 01.01.2024 tritt das neue Heizungsgesetz (eigentlich Gebäude-Energie-Gesetz, GEG) in Kraft und was von den Medien als Ausverkauf der Interessen von Eigenheimbesitzern gehandelt wurde, scheint nun ein (auf den ersten Blick) zahnloser Tiger.

Doch der Schein trügt: Es könnte nun für den Verbraucher erheblich teurer kommen, aber an ganz anderer Stelle als gedacht.

Damit Sie nicht in die Kostenfalls tappen und einen ehrlichen Überblick über das neue Gesetz erhalten, haben wir Ihnen alle wichtigen Informationen zusammengefasst und mit den wichtigsten Quellen hinterlegt.

1. Was klingt erst mal nach Entspannung im neuen Gesetz?

Es gibt KEINE generelle und sofortige Austauschpflicht für den Bestand, auch nicht für fossile Brennstoffe


Anders als es zunächst vielleicht als Initialfunke angedacht war und schließlich von der Boulevard-Presse zum Flächenbrand hochgebauscht wurde, gibt es keinen Grund für eine Massenpanik.

Eine sofortige Austauschpflicht besteht nicht! Das neue Heizungsgesetz beschränkt sich mit wirklich konkreten Forderungen eher auf den Neubau in Neubaugebieten.

Hier werden dann die mindestens 65% erneuerbare Energie gefordert, was jenseits der komplizierteren Situation bei Gas den Einbau einer Wärmepumpe bedeutet.

Diese sind übrigens auch wesentlich günstiger und effizienter, als es von besagter Boulevard-Presse dargestellt wurde, sie müssen nicht gleich mit Kosten jenseits der 100.000€ rechnen und den Traum vom Eigenheim noch vor dem Spatenstich wieder begraben.

Die Kosten im Neubau liegen Aufgrund der umfassenden Förderung lediglich zwischen 12.500 und 30.000 € . Gas und Öl erscheinen zwar mit durchschnittlich 13.000 – 20.000 Euro zunächst günstiger, dennoch sind sie mit einer Wärmepumpe eher Profiteur als Leidtragender! Warum das so ist, erklären wir am Ende des Artikels, schauen wir uns nun erst mal an, was für Heizungsanlagen im Bestand gilt.

Heizungstechniker bei der Reparatur einer Anlage

Reparaturen an bestehenden Anlagen sind weiter zulässig


Auch Reparaturen am Bestand sind weiter erlaubt. Anders als berichtet, dürfen Fachbetriebe nach wie vor notwendige Reparaturen durchführen und die Anlage am Leben erhalten, auch der Bezug von Ersatzteilen wird nicht reglementiert.

Für defekte Anlagen mit irreparablen Schäden gilt eine Übergangsfrist von fünf Jahren, in der Wohungseigentümergemeinschaft kommen nochmal acht Jahre hinzu


Eine Havarielösung könnte zum Beispiel eine günstige gebrauchte Heizung für den Übergang sein. Auch Mietanlagen sind hier möglich und deren Miete wird vom Bund sogar ein Jahr lang übernommen (hier beraten wir sie gerne). Nach Ablauf der fünf Jahre müssen Sie dann final auf eine klimafreundliche Alternative umsteigen.

Ausnahmeregelung für Gebäude, bei denen in absehbarer Zeit ein Anschluss an ein Wärmenetz geplant ist.

Bis Juli 2026 bzw. Juli 2028 haben Städte abhängig ihrer Größe die Aufgabe erhalten, eine sogenannte kommunale Wärmeplanung zu erarbeiten, Großstädte müssen hier am schnellsten für Klarheit sorgen.

Was zunächst vorteilhaft klingt, erweist sich als eine der größten Kostenfallen im neuen Gesetz, dazu gleich mehr.

Schrittweise Klimaneutralisierung für neue Gasheizungen


Wer nach dem 01.01.2024 eine Gasheizung einbaut, muss ab 2029 15%, ab 2025 35% und bis 2040 60% sogenanntes klimaneutrales Gas, also solches aus Biomasse oder Wasserstoff verheizen.

Wird die Anlage nach Inkrafttreten des GEG installiert, muss sie zumindest vollständig auf Wasserstoff umstellbar sein und die Kommune muss ein entsprechendes Versorgungsnetz in ihrer Wärmeplanung vorsehen.

Längere Übergangsfristen für Mehrfamilienhäuser


Fünf Jahre haben Eigentümer hier Zeit, um sich für eine Variante zu entscheiden. Je nach Aufwand der Umsetzung, beispielsweise von Etagenheizungen auf eine Zentralheizung, haben Sie dann nochmals 10 Jahre Zeit, in der Wohungseigentümergemeinschaft acht Jahre.

2. Warum der Schein trügt:


Auf den ersten Blick liest sich das neue Gesetz also wie der erwähnte zahnlose Tiger. Kein Grund, sich jetzt mit dem Umstieg auf eine Wärmepumpe zu beeilen, die gut vertraute Lösung mit Gas oder Öl ist ja noch eine ganze Zeit lang nutzbar.

Doch diese Fehleinschätzung könnte Sie extrem teuer zu stehen kommen.

Zum einen sind die Übergangsfristen zwar auf den ersten Blick ganz nett, faktisch sieht es aber so aus:

Entscheiden Sie sich jetzt für eine konventionelle Heizung, ist eines fast vorprogrammiert: Die Vorgaben der Übergangsfristen werden, je nach Anlagentyp, früher oder später nicht mehr umsetzbar sein.

Die Anlage muss dann – lange vor Ablauf der eigentlich möglichen Lebensdauer- ausgetauscht werden.

Was ökologisch schon sehr fragwürdig ist, denn auch die Herstellung einer Heizungsanlage verbraucht Ressourcen und stößt CO2 aus, tut auch im Geldbeutel weh.

Denn während sich eine solche Investition früher ca. 30 Jahre lang amortisiert hat, sind Sie jetzt bereits nach vielleicht einem Drittel der Zeit gezwungen, bereits in die nächste Heizung zu investieren.

Wirtschaftlich gesehen ist das der klare Todesstoß für konventionelle Anlagen. Allerdings hat man es nun in wohlklingenden Fristen versteckt um einen erneuten Aufschrei zu verhindern.

Zeitlich kommt man so auch vielen Betrieben entgegen, welche sich immer noch nicht mit dem Einbau von Wärmepumpen vertraut gemacht haben. Für viele Heizungsbauer scheint ein System, dass ohne Flamme warm macht, wie Hexerei! Deshalb raten diese Betriebe oft weiterhin zu Öl oder Gas, auf Kosten des Verbrauchers. Auch auf Lager stehende Brenner sind ein häufiger Grund dafür.

Unsere Full-Service-Lösung bedeutet für Sie: Kein Stress, keine Sorgen. Wir koordinieren sorgfältig alle erforderlichen Gewerke und arbeiten Hand in Hand mit ausgewählten Partnerunternehmen. So können Sie sich entspannt zurücklehnen, während wir die komplette Umsetzung für Sie übernehmen.

Vertrauen Sie auf estonteco für erstklassige Qualität und exzellenten Service, der keine Wünsche offen lässt.

Geldscheine in Euro liegen auf Heizungskörper

Der beiden wahren Kostenhammer für alle, die sich jetzt noch schnell mit einer Öl- oder Gasheizung eindecken oder den Umstieg zu lange aufschieben, sind aber zwei andere und davon hat nur eine direkt mit dem neuen GEG zu tun:

Einer der beiden ist die bereits erwähnte Verpflichtung der Kommunen, eine sogenannten Wärmeplanung zu erstellen.

Betrachtet man die Untersuchungen der Organisation Lobby Control, kommt hier interessantes zu Tage:

53 Treffen hatte das Ministerium mit Vertretern unterschiedlicher Verbände, um Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen zum neuen Entwurf zu hören.

Löblich, könnte man denken! Doch 50 dieser Treffen fanden (zum Teil ausschließlich!) mit Lobbygruppen aus der kommunalen Branche, also Stadtwerken und Städteverbänden statt.

Diese Verbände haben in den letzten Jahren verstärkt in Gasnetze investiert und wollen diese Investition natürlich schützen.

Vielleicht ist die Verpflichtung zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung also gar keine Bürde, sondern die nächste Lizenz zum Gelddrucken für regionale Energielieferanten – Zahlen tuts dann am Ende wohl wieder der Verbraucher.

Denn sind diese Pläne erstmal erstellt und verpflichtend, befindet sich der Haushalt schnell in einer Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter, der dann beliebig an der Preisschraube drehen kann. Ein enormes zusätzliches Risiko in einem Markt, der aufgrund geopolitischer Entwicklung ohnehin schon explosive Preissteigerungen möglich macht, wie die jüngste Vergangenheit schon ausreichend bewiesen hat.

CO2-Steuer und deren Auswirkungen

Ein Preistreiber ist jedoch jetzt bereits garantiert!


Der letzte und wahrscheinlich erschreckendste Punkt, welcher in der gesamten GEG Debatte völlig ignoriert wird, ist die sogenannte CO2 Steuer.

Mit dem Klimapaket hat die Regierung bereits 2020 beschlossen, fossile Brennstoffe, also Öl und Gas, zukünftig unattraktiv zu machen.

Als Mittel der Wahl haben sie dazu die CO2 Steuer eingeführt, eine Zwangsabgabe auf jede Tonne emittiertes CO2, welches Ihre Öl- oder Gasheizung ausstößt.

Diese wurde bereits 2021 mit 25€ je Tonne mit jährlicher Steigerung eingeführt und 2023aufgrund der hohen Verbraucherbelastung zunächst für ein Jahr eingefroren. Ab 2024 steigt er aber wieder, von heute 30€ je Tonne auf 55€.

Was nach kleinen Zahlen klingt, kommt den Verbraucher tatsächlich deutlich teuer zu stehen. Der Eigentümerverband „Haus und Grund“ hat ermittelt, dass ab 2025 alleine hierdurch die Kosten für 90 qm Wohnfläche um 300-600€ jährlich steigen!

„Hausbesitzer mit einer Gas- oder Ölheizung müssen sich in den kommenden Jahren auf steigende Brennstoffpreise einstellen“, warnt die Verbraucherzentrale deshalb bereits jetzt.

Am Ende steckt also hinter dem vermeintlich zahnlosen Tiger aus dem Ministerium Habeck ein Gesetz, dass seine Wirkung zeigen wird – wenn auch auf anderen Wegen als gedacht!

Denn statt die Energiewende zu forcieren, beschwichtigt es Verbraucher und Boulevard-Presse und wägt sie in vermeintlicher Sicherheit, um sie dann im Anschluss kräftig zur Kasse zu bitten.

Mann Vor- und Nachteilen des neuen Heizungsgesetzes

3. Alles schlecht am Gesetz - oder gibt's noch eine gute Nachricht?


Nein, bei weitem nicht. Denn während die Fristen und Regelungen auf Druck von Presse und der übrigen Parteienwelt entstanden sind, haben die Förderungen überlebt.

Auch nach dem 30.12.23 wird es (in Einzelfällen) bis zu 70% Förderungen für den frühen Umstieg auf Wärmepumpen geben, wenn auch nicht mehr ganz so viele wie bis Silvester diesen Jahres.

Als Stichtag zählt übrigens nicht die Installation, sondern der Tag des Antrags. Noch ist also etwas Zeit, all den Kostenfallen aus dem Weg zu gehen, klimaneutral zu werden und die noch immens hohen Förderungen 2023 mitzunehmen.

Wenn Sie wissen möchten

 

  • welche Förderung Ihnen persönlich zusteht
  • wie der tatsächlich sehr einfache Einbau einer Wärmepumpe im Bestand funktioniert
  • Wie viel Geld sie monatlich mit einer Wärmepumpe sparen können

     

dann schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular oder vereinbaren Sie gleich einen Beratungstermin unter 030 30 644665

Als modernes, Kundenzentriertes Unternehmen beraten wir sie gerne, führen alle notwendigen Berechnungen durch und übernehmen für Sie natürlich auch gerne die Beantragung der Förderung.

Kaffeepause bei estonteco für leise wärmepumpen

P.S: Wie leise, sparsam und zuverlässig moderne Wärmepumpen laufen, davon können Sie sich übrigens gerne bei einer Tasse Kaffee in unserer Ausstellung überzeugen.

estonteco GmbH
Kienberger Allee 4
12529 Schönefeld
Deutschland

info@estonteco.com
Telefon: 030 30 644665

Öffnungszeiten
Montag
8-11 Uhr & 13-16 Uhr
Dienstag
8-11 Uhr & 13-16 Uhr
Mittwoch
8-11 Uhr & 13-16 Uhr
Donnerstag
8-11 Uhr & 13-16 Uhr
Freitag
8-11 Uhr
Sa-SO
geschlossen
Follow us